Namibia 2022

Kategorien Reisebericht, Reisen

 

Namibia ist Weite. Namibia ist pure Natur.

Namibia ist ein abwechslungsreiches Reiseland mit vielen möglichen Routen, Sehenswürdigkeiten und sehr vielen Tieren.

Reisezeit 21.09.2022 – 07.10 2022

 

Für uns war die Reise nach Namibia ein lang gehegter Traum und sehr prägend. Wir wollen Euch hier unsere Namibia Route vorstellen. Insgesamt waren wir 17 Tage mit dem Mietwagen und Dachzelt unterwegs. Wir haben uns vorab mit Hilfe von Foren und Reiseberichten so gut wie möglich auf die Reise vorbereitet und doch versucht unsere Erwartungen nicht zu hoch zu setzten.

    unsere Reiseroute

                                             

Anreise

Unser Flug mit der Ethiopian Airline geht von Frankfurt nach Windhoek mit einem ca. 2 Stündigen Zwischenstopp in Addis Ababa, Ethiopien.

Am Mittwoch, den 21. September 2022 um 13.20 Uhr kommen wir pünktlich in Windhoek an. Wir sind froh, dass alle unsere Koffer auch das Ziel erreicht haben, da es auf dieser Route nicht selbstverständlich ist. Nach den Einreiseformalitäten, die schnell und unkompliziert sind, werden wir auch schon von einem Fahrer unseres Autovermieters NoLimit empfangen. Er bittet uns um Geduld, da noch ein weiteres Paar mit uns abgeholt werden soll. Somit haben wir Zeit im Flughafen Geld abzuheben und bei MTC Sim Karten zu holen (Tipp: wir haben uns  für Aweh Super entschieden mit 3GB pro Woche, aber weniger würde eindeutig reichen. Mit meinem Handy konnte ich die mobilen Daten fast gar nicht nutzen, Niko hatte oft genug Netz für Nachrichten, aber Bilder schicken etc. konnten wir meistens doch nur dort, wo wir WLAN hatten.) Und dann kommt der Fahrer mit dem Paar an. Es hat bei ihnen so lange gedauert, da ein Koffer das Ziel nicht erreicht hat. Da das Ehepaar aus Deutschland aber ihren zweiten Wohnsitz hier in Namibia hat, ist es für sie nicht ganz so schlimm. Wir sind froh, dass es jetzt losgeht.

Der internationale Flughafen Hosea Kutako liegt eine halbe Stunde von Windhoek entfernt und alle einheimischen Autovermieter aus Windhoek bieten einen Abholservice an. Vor Ort bekommen wir eine kleine Anweisung zum Auto und Fahrverhalten in Namibia. Reifen werden kontrolliert und das ganze Zubehör erklärt. Nicht vergessen – sagt uns der junge Mann – in Namibia muss man immer mit Licht fahren. Na, dann schauen wir mal nach dem Licht. …ups, beide Leuchten auf der linken Seite funktionieren nicht. Natürlich muss es direkt repariert werden, also fahren wir zur nächsten Tankstelle und der junge Mann kümmert sich um den Einbau der Leuchten.

Und dann geht es auf die Straße. Blinker an und – oh, das war nicht der Blinker. Die Scheibenwischer starten und wir merken – ja, es ist schon eine Umstellung nötig. Links fahren, mit der linken Hand Schalten…

Aber Niko schafft es recht schnell. Und dann müssen wir auch noch in die Stadt rein, wo der Verkehr doch recht hoch ist.

Unser erstes Ziel ist nämlich der Maerua Superspar. Eine Einkaufsliste haben wir schon daheim geschrieben und können gleich mit dem Einkaufen beginnen. Im Spar finden wir alles, was wir brauchen. Alle deutschen Produkte sind dort vertreten. Wir verstauen die Sachen ins Auto und steuern unser „Zelt“ an.

Die erste Übernachtung haben wir im URBAN CAMP gebucht. Wir schlafen zwar in einem Zelt, aber recht komfortabel auf richtigen Betten.  Mittlerweile haben wir schon großen Hunger und steuern zu Fuß das nahe liegende Restaurant JOES BEERHOUSE an. Es ist ganz schön kalt geworden und wir wundern uns etwas über die niedrigen Temperaturen.

Beim Essen probieren wir gleich was Neues: Springbock, Kudu und Zebra.

Eigentlich fühlen wir uns recht wohl aber beim Bezahlen fragt uns die Kellnerin, wie wir denn Heim kommen. Zu Fuß, sagen wir. Sie empfehlt uns sehr ein Taxi zu nehmen, da man – ihrer Meinung nach – hier abends nicht sicher ist. Es sind aber wirklich nur 10min Fußweg und so trauen wir uns doch auf die Straße, aber mit etwas mulmigen Gefühl.

Im Camp angekommen sind wir froh endlich ins Bett zu fallen.

Tag 2  / 22.09.22

Windhoek nach Kalahari Anib Camp 282km

Früh am Morgen besuchten wir als erstes die Christuskirche.

Kaum dass wir das Auto abgestellt haben, kommt schon ein junger Mann auf uns zu und will ganz viel von uns wissen, auf unser Auto aufpassen und uns durch die Kirche führen. Wir sind leicht überfordert von so viel Aufmerksamkeit, sodass wir versuchen ihn abzuwimmeln und schnell eine Runde um die Kirche zu gehen. Spannend zu sehen ist, dass im Schaukasten vor der Kirche sowohl der Wochenvers als auch alle Informationen auf Deutsch geschrieben ist. Schade, dass aktuell kein Gottesdienst stattfindet, wir würden echt gern mal reinhören.

Auf dem Weg machen wir eine Pause um das Frühstück nachzuholen.

 

Wir haben uns gegen die „Hauptstraße“ entschieden und eine D-Straße gewählt. Endlose Weite und wunderschöne Natur liegt vor uns. Wir sind begeistert. Und dann halten wir den Atem an – und können es kaum fassen: Eine Giraffe. Sobald wir aus dem Auto steigen, starrt die Giraffe uns an – sie steht einfach nur da und starrt uns an. Wir starren zurück – denn wir sehen das erste Mal in der freien Natur ein Tier – eine Giraffe. Und neben ihr tauchen dann noch zwei auf. Wir können unser Glück kaum fassen.

Irgendwann müssen wir aber doch weiter und so steigen wir schweren Herzens ins Auto und fahren weiter. Es dauert länger als gedacht, bis wir an der Campsite ankommen.

Leider ist es schon zu spät um an einem Gamedrive mitzumachen,

also machen wir alleine eine kleine Wanderung von 6km.

Es ist wunderschön – wir sehen verschiedene kleine Tiere und kommen beim schönsten Sonnenuntergang wieder zurück.

 

Die Campsite ist sehr schön – die Plätze sind weit voneinander entfernt, sodass man wirklich seine Privatsphäre hat. Unser erstes Abendessen fällt sehr einfach aus – und bevor wir uns zur Ruhe begeben, entdecken wir ganz begeistert den wunderschönen Sternenhimmel. So etwas haben wir noch nie gesehen – Millionen von Sternen – die Milchstraße so deutlich sichtbar – wir sehen auch gleich eine Sternschnuppe. Gott ist so gut.

Unsere erste Nacht ist – kalt. Einfach nur kalt. Wir hatten ca. 10 Grad in der Nacht und obwohl wir dicke Pullover, Schlafsäcke und eine Decke hatten, haben wir ziemlich gefroren.

Dick eingemummt machen wir uns ein Frühstück und je höher die Sonne steigt, desto wärmer wird es.

Tag 3  / 23.09.22

Kalahari Anib Camp – Klein Aus Vista 400km

Voller Freude geht es weiter. Eine Straße, die nie zu enden scheint… und hinter dem nächsten Hügel geht es einfach weiter und weiter. Wir sind Stunden unterwegs, ohne das uns ein Auto entgegenkommt. Rechts und links ist es einfach wunderschön und wenn man in den Rückspiegel schaut, ist es auch schön.

 

Doch dann hören wir ein komisches Geräusch – und unsere Befürchtung wird wahr. Ein Reifen ist komplett zerfetzt. Wir sind gerade auf einer Grevelroad- einer Schotterstraße, die nicht ganz eben ist. Erst einmal denken wir noch – na easy, jeder hat doch in Namibia eine Reifenpanne, das gehört dazu. Jetzt einfach nur den Reifen wechseln.

Aber so einfach ist das dann nicht. Da der Reifen komplett platt ist, steht das Auto recht tief, so dass der Wagenheber nicht mit einem Holzklotz unterlegt werden konnte. Außerdem lassen sich die Schrauben schwer lösen, dafür verdreht sich aber das Drehkreuz. Niko kam ganz schön ins Schwitzen. Ich betete und er arbeitete. Sehr vorsichtig arbeitete er mit dem Drehkreuz, denn uns war bewusst, wenn das Drehkreuz bricht oder sich weiterdreht, dann kommen wir hier nicht weg. Gott hört Gebet und so konnte Niko die Schrauben lösen. Der kaputte Reifen konnte abgezogen werden – aber dann standen wir vor dem nächsten Problem.

Der neue Reifen konnte nicht drauf, denn das Auto stand zu tief. Ich bewundere meinen Mann, wie er voller Ruhe sich umschaute und am Straßenrand nach Steinen suchte.

Der erste passte nicht, aber der zweite konnte unter das Radgestell geschoben werden. Jetzt heißt es wieder beten und den Wagenheber langsam runterdrehen – natürlich könnte der Stein platzen, oder sonst was schieflaufen, aber ja, der Stein hält, der Holzklotz wird unter den Wagenheber geschoben und das Auto wieder hochgestemmt. Puh, jeder Millimeter ist nötig um den Reifen drauf zu bekommen.

Festgeschraubt, Gott gedankt und dann konnte die Reise weitergehen. Übrigens fuhr in der ganzen Zeit kein einziges Auto an uns vorbei.

Die 30 min. waren sehr aufregend und auch die restliche Weiterfahrt war von vielen Blicken in den Rückspiegel begleitet. Angekommen im Camp loggten wir uns erst einmal ins Wlan ein, um mit dem Autovermieter zu kommunizieren. Wir haben uns darauf geeinigt auf dem Weg den kaputten Reifen umzutauschen. Die Aufregung legt sich langsam und wir können den Abend genießen.

Tag 4 / 24.09.22

Von Klein-Aus Vista nach Lüderitz 120km (+120km zurück)

Die 120km bis nach Lüderitz fahren wir auf einer schön geteerten Straße. Wir kommen zügig voran – machen aber einen Stopp bei Garub um uns die Wildpferde anzuschauen.

 

30km vor Lüderitz ist praktisch keine Vegetation mehr vorhanden. Sand und nichts als Sand bestimmt die letzten Kilometer und mehrere Schilder warnen vor „Sand“ (als könnte man ihn übersehen).

Kurz vor Lüderitz geht es links ab in die Diamantenstadt Kolmanskoop. Beim Tor bezahlen wir den Eintritt und können die leeren Gebäude besichtigen.

Die Stadt wurde 1906 aufgebaut als Diamanten entdeckt wurden und sehr viele Menschen sich dort ansiedelten. Der abgelegene Ort war mit allem Luxus ausgestattet, den es zu dieser Zeit nicht mal in den meisten deutschen Städten gab. Aber als die Diamantenquelle versiegte, zogen die Menschen weiter. Da mit der Zeit weder jemand in den Häusern wohnte, noch sich darum kümmerte, trugen diese große Schäden von den Sandstürmen davon. Die Wüste hat sich sozusagen ihre einstige Landschaft wieder zurückgeholt.

 

Einige Gebäude wurden inzwischen restauriert.

In den restlichen Gebäuden türmt sich der gewehte Sand zum Teil bis unter die Zimmerdecke.

 

Wir fahren weiter zur Diaz-Spitze. Ein Steinkreuz erinnert an den Seefahrer Bartolomeu Diaz, der hier 1488 an Land ging.

Es ist furchtbar windig hier, so dass wir kaum stehen können. Wir beobachten die hohen Wellen, die mit großer Macht an die Felsen knallen und fahren dann weiter nach Lüderitz.

 In Lüderitz schauen wir uns die Felsenkirche an. Anschließend genießen wir das beste Essen im Restaurant Essenszeit.

 

Tag 5 / 25.09.22

Klein Aus Vista nach Sossus Oasis Camp 345km

In der Nacht passierte etwas sehr Sonderbares. Es fing an zu regnen. Wir konnten es kaum glauben, denn das hatten wir in unserem Afrika Urlaub nicht erwartet. Ziemlich durchgefroren wurde gefrühstückt und dann ging es weiter. Heute liegt eine schwierige Strecke vor uns, denn wir wollen fern der Teerstraße lieber die D707 nehmen. Es sollte die schönste Strecke sein.

 

Die Autofahrt verlangte uns beiden einiges ab (ja, richtig gelesen, ich bin auch gefahren), Schaltung links, Blinker rechts, über die Fahrbahn laufende Tiere, Spur halten auf der Schotterpiste, spitze Steine und tiefe Löcher umfahren, Staubwolken von entgegenkommenden Autos „aushalten“…

Die Landschaft veränderte sich auf der Fahrt von flacher Steppe in eine bergige, farbenprächtige Dünenlandschaft, welche uns stark an die Westküste der USA erinnerte. Hier ein paar Eindrücke:

 

 

Ziemlich erschöpft kommen wir an dem Camp an, froh endlich aus dem Auto steigen zu können und die Beine auszustrecken – aber…

Man sagt uns, dass unser Platz storniert wurde. Nach vielen Telefonaten und hin und her wurde uns eine „öffentliche“ Campsite zugewiesen (gebucht hatten wir eine „private“ mit eigener Dusche etc. ) Egal, wir sind froh, dass wir überhaupt einen Platz haben, denn es war der letzte verfügbare Campingplatz. Also machen wir es uns gemütlich – die Duschen unter freiem Himmel sind ganz angenehm und wir haben heißes Wasser. Also alles gut.

Tag 6 / 26.09.22

Sossus Oasis Camp – Sesriem Campsite  ca.100km

Noch vor dem Sonnenaufgang werden wir wach und bewundern den wunderschönen Himmel über uns. Gott ist gut. Wir starten voller Vorfreude und bezahlen den Eintritt in den NAMIB NAUKLUFT NATIONALPARK.

Die Einheimischen frieren aktuell auch und wundern sich über die kalte Temperaturen. Es ist nicht „normal“ hören wir einige sagen.

Vom Parkeingang bis zu dem Sossusvlei liegen ca. 60km Teerstraße. Wir kommen gut voran und sehen bald die ersten Dünen.

Sossusvlei heißt „Blinde Salzpfanne“. Ein Vlei ist eine Salz-Ton-Pfanne, die sich ergibt, wenn ein See verdunstet. Und blind – weil der Fluss hier versickert – wenn er denn mal Wasser führt. Aber wir sind ja in der Trockenzeit hier und so ist das Vlei trocken. Zu den höchsten Dünen der Welt gehören Big Daddy und Big Mama mit ca. 350 Metern. Aber auch die Düne 45 wird sehr gern bestiegen.

Die Fahrt zum Ende der Strecke ans Dead-Vlei ist übrigens ein Erlebnis für sich. Die letzten 8 km sind Sand. Aber wir haben ja unseren 4×4 Camper und der hat das gut gemeistert. Niko hatte einen riesigen Spaß dort.

Auf dem Parkplatz sehen wir auch das erste Mal die Massen an Touristen, denn zu diesem Ort kommen wirklich alle einmal hin. Aber die Dünen gehen in verschiedene Richtungen und die meisten strömen in eine Richtung zum Big Daddy. Wir nehmen uns die Dünen abseits vor, gehen allein hoch, hinterlassen unsere Spuren und staunen über Gottes Schöpfung.

Es sieht einfach gigantisch aus. Sobald wir über die Dünen gekommen sind, können wir das Deadvlie sehen. Orange-rote Dünen, blauer Himmel, weißer Tonboden und schwarze, tote Bäume. Das Bild ist einfach surreal.

Ich bin sehr froh, dass Niko die Flip-Flops eingepackt hat, denn mittlerweile ist der Sand sehr heiß geworden.

Am Abend fahren wir noch zu der Elim Düne. Sie liegt etwas abseits und näher zu unserem Camp, in dem wir vor 19 Uhr sein müssen. Dort bestaunen wir den Sonnenuntergang.

Die Nacht verbringen wir im Nationalpark, dadurch können wir vor dem Sonnenaufgang und vor allen anderen Besuchern zu den Dünen fahren.

Tag 7 / 27.09.22

Sesriem Campsite – Walvis Bay 320km

Um 6.00 Uhr klingelt der Wecker und wir machen uns auf dem Weg. Es sind 60km bis zu den Dünen und wir müssen sehr vorsichtig fahren, da im Dunkeln noch viele Tiere unterwegs sind. Wir entscheiden uns gegen die in allen Reiseberichten angepriesenen Dünen, und wählen die Düne 40. Sie liegt 5km vor der Düne 45. Es steht kein Auto auf dem Parkplatz, man sieht keine Menschenschlange auf der Düne. Hier sind wir richtig. Unsere Düne – unser Moment.

 

Wir gehen Schritt für Schritt hoch. Meine anfängliche Motivation die Düne ganz zu erklimmen weicht dem Gedanken, dass ich von dieser Position eigentlich die perfekte Sicht habe. Ja, hier gefällt es mir. Niko reicht es nicht und er geht die Düne hoch bis zum Gipfel. Wir verbringen noch einige Zeit auf der Düne, machen Bilder und genießen die Aussicht bis wir uns an den Abstieg machen.

Unten angekommen nutzen wir den wunderschönen Ort um zu frühstücken, wir haben ja alles im Auto. Wir kochen also Kaffee und braten paar Eier. Es schmeckt uns nochmal besser in dieser wunderschönen Umgebung.

Heute steht uns eine anstrengende Fahrt von fast 400km bevor und das alles über eine Schotterpiste.

Schotterpisten gibt es hier in drei Qualitätszuständen: Gut, schlecht und ganz schlecht – das hängt von der Höhe der Querrillen ab. Denn komischerweise bildet eine Schotterpiste mit der Zeit Querrillen. Warum das so ist, konnten wir nicht herausfinden. Interessanterweise ist der Abstand der Querrillen in etwa gleich, so ca. 20cm und die Höhe der Querrillen ist ca 10cm hoch. Es sieht aus wie ein Wellblech. Und jetzt stellt euch vor, ihr fährt über ein Wellblech. „Es hoppelt“ wäre sehr untertrieben, denn es schüttelt wie verrückt. Wenn man den Mund nicht zu macht, klappert man sich die Zähne kaputt (Achtung, nicht die Zunge dazwischen, das tut weh), und im Auto fliegt alles durcheinander. Noch schlimmer, alles, was irgendwie verschraubt ist löst sich mit der Zeit. (Das erklärte dann den Geruch von meinem Öl, denn die Flasche war irgendwann komplett offen und das Öl tropfte raus).

Mit der Zeit haben wir herausgefunden, dass man auf diesen Strecken nur mit der Geschwindigkeit von 60km/h gut durchkommt. Nicht langsamer aber auch nicht schneller. Die Einheimischen fahren jedoch alle so 100km/h, wahrscheinlich haben sie alles im Auto gut festgeschraubt.

Nach einigen Kilometern ist dann der gesamte Inhalt hinten im Auto mit einer Staubschicht überdeckt, denn der Staub kommt durch alle Ritzen und Öffnungen rein.

Die Strecke heute konnte man gut in drei Abschnitte einteilen. Erst fuhren wir durch eine Wüste, dann durch Berge und die letzten 100km durch Nichts. Und wer meint, Wüste und Nichts ist vergleichbar, hier ein paar Bilder:

Wüste sieht schick aus, ein paar geschwungene Dünen, Gräserbüschel, interessante Farben.

Nichts ist wirklich Nichts. Monoton – einfach nur eine Farbe, das fiel uns besonders auf, weil auch der Himmel diese Farbe angenommen hat. Diese Strecke zog sich endlos hin und angekommen in Walvis Bay begrüßte uns auch noch ein starker Wind, so dass der Sand über die Straßen flog und wir absolut keine Lust hatten aus dem Auto zu steigen und uns irgendetwas anzusehen.

Nach dem Einchecken in unser Apartment für die kommenden zwei Nächte trauten wir uns doch raus, nachdem wir alles an warmen Klamotten angezogen haben, was wir so mithatten.

Tag 8 / 28.09.22

Tagesausflug mit Catamaran Charters / Sandwich Harbour

Wir schauen aus dem Fenster und staunen – trotz schlechter Wettervorhersage strahlt die Sonne vom blauen Himmel. Um 9 Uhr sollte unsere Tour losgehen. Wir werden einem Boot zugeordnet und mit ca 10 anderen Personen gehen wir an Bord. Unser Guide unterhält uns mit vielen Informationen und Geschichten.

Einige der Seelöwen trauten sich aufs Boot und viele der Pelikane, die eine besonders innige Beziehung zu dem Guide haben.

Nach kurzer Zeit werden wir aufmerksam gemacht, nach den Walen zu schauen. Und tatsächlich – ab und zu lässt sich der eine und andere Wal blicken.

Leider immer nur ganz kurz, aber es reicht doch um die Größe zu sehen und ein Bild zu machen. Gänsehautmoment. Kurze Zeit später konnten wir auch einige Delphine sehen.

Nach einem richtig leckeren Essen legen wir gegen 13 Uhr  an – und unsere Tour geht weiter mit einem Auto.

Diesmal mit einem Guide namens Mike. Mit dabei noch ein deutsches Paar.

Pink Lake

Mit seinem Auto fahren wir bis Sandwich Harbour (Sand-fisch-hafen). Erst ein kurzer Stopp an der – mit Flamingos überfüllten – Walvis Bay Lagune, dann geht es weiter in Richtung Kuiseb Delta direkt bis an die wilde Atlantikküste, wo sich Dünen und Ozean treffen. Die Fahrt bis hierhin ist schon wunderschön, Mike erzählt uns von der Gegend und wir fragen ihn aus über Land und Leute. Immer wieder machen wir Stopps um Bilder zu machen. Da aktuell Flut ist, können wir nicht an der Küste entlang weiterfahren, aber es geht weiter auf die Dünen. Wir können nur staunen, wie man durch die ganzen Sandberge die Übersicht nicht verliert und mit dem Auto immer höher fahren kann.

 

Ich wünsche, ich könnte das, was unsere Augen gesehen haben hier abbilden. Aber man kann es auf einem Bild oder in einem Video nicht festhalten –  es war so ein wundervolles Erlebnis. Könnte sein, dass ich ein bisschen vor Freude geweint habe.

Zum Abschluss gab es noch viele Leckereien. Der Tag war unglaublich schön.

Tag 9 / 29.09.22

Walvis Bay – Spitzkoppe

In der Stadt kaufen wir noch Lebensmittel für die nächsten Tage ein und tanken müssen wir auch noch. Auch das ist immer ein Erlebnis. Hier wird nicht selbst getankt, sondern durch einen Tankwart. Jede Tankstelle wird von einer Menge Tankwärter bevölkert, die wild gestikulieren und alle auf die Tankstelle rufen. Von uns heißt es: volltanken bitte! Los geht es, gleichzeitig putzen zwei weitere unsere Fensterscheiben. Und volltanken ist witzig hier (ich war zugegebenermaßen leicht genervt). Bei uns ist die Definition „Tank voll“, wenn der Zapfhahn automatisch abschaltet. Ich wusste auch nicht, was dann noch alles reinpasst. Der Tankwart zelebriert eine Kunst, den Tank so weit wie nur möglich zu füllen. Und das dauert, denn zum Schluss wird nur noch mit einzelnen Tropfen getankt. Irgendwann wurde aber jeder fertig und dann muss nicht nur der Diesel bezahlt, sondern mit einem Trinkgeld auch der Super-Service.

Auf unserem Weg liegt der Ort Swakopmund.

Wir staunen über die deutschen Beschriftungen und noch mehr, als eine Kindergartengruppe an uns vorbeigeht und alle Kinder reines Deutsch reden. Gerade in Swakopmund sind viele der Einwohner Deutsche,  und auch wenn sie schon seit Generation hier leben, behalten sie die Sprache – und auch die Kultur bei.

 

Anschließend fahren wir zu unserem Autovermieter, der in Swakopmund eine Filiale hat, und lassen dort den Reifen wechseln. Das klappt auch wunderbar.

Niko fragt den Vermieter nach seinem Glauben – denn wer so ein Schild vorne hängen hat, will damit ja was aussagen.

Und tatsächlich, er ist Christ und ermahnt seine Arbeiter doch fleißig in der Bibel zu lesen. Auch bei uns im Auto ist eine Bibel von ihm deponiert, in der wir jederzeit lesen können. Wir wünschen ihm noch Gottes Segen und fahren weiter.

Das ist schon alles sehr abwechslungsreich hier. Wir haben Savanne und Wüste gesehen, gestern noch haben wir kilometerlange Atlantikstrände bewundert und heute sind wir in den Bergen. Gestern war es windig und kaum 20 Grad, heute ist es ENDLICH weit über 30 Grad. Ich freue mich.

Unterwegs halten wir um mal wieder die Sitzplätze zu tauschen, Niko holt noch ein bisschen Holz, um den Grill besser anzuheizen, und dann sieht er ihn: Ein Chamäleon. Noch ein Wunsch, der erfüllt wird.

Angekommen an der Rezeption der Spitzkoppe werden uns einige Informationen weitergegeben und dann können wir los. Vorab haben wir in einigen Berichten gelesen, das die Campsite 11b die schönste sein soll. Wir fahren los, das Gelände ist riesig und wir finden es überall recht schön. Aber neugierig sind wir schon, wie es auf der 11b aussieht. Wir wundern uns, dass so viele Plätze noch frei sind und fahren weiter bis:

Tatsächlich ist die Campsite frei und die ist wirklich die Schönste. Wir richten uns ein – das erste Mal kommt auch die Hängematte zum Einsatz.

Wir haben hier kein Strom, kein Wasser, kein Netz aber einen wunderschönen Ort der Stille und Ruhe.

Da Niko einen Vortrag für die Gemeinde vorbereiten muss, haben wir uns hier einen kompletten Ruhetag eingeplant.

Mir tut der Tag auch sehr gut – einfach mal ausruhen, die Eindrücke der letzten Tage verarbeiten und auch ein bisschen lesen.

Zum Abend kommen einige Autos vorbeigefahren – wir sehen enttäuschte Gesichter und denken:

Sorry, aber die 11b gehört uns.

Am Abend wird ausgiebig gegrillt und gegessen.

Tag 10 / 30.09.22

Spitzkoppe

Nach einem leckeren Frühstück erkunden wir die Gegend und machen Bilder. Den Rest des Tages genießen wir einfach mal das Nichtstun.

 

 

Hier gibt es viele Klippschliefern, putzige kleine Tierchen, die sich ganz schön nah an uns herantrauen.

Eine lustige Geschichte noch zur Campsite 11b. Irgendwann im Verlauf des Tages kam eine junge Frau vorbei und wollte wissen, wann wir ungefähr am kommenden Tag losfahren würden, denn sie würden sehr gerne „unsere“ Campsite für die folgende Nacht übernehmen. Gern vereinbaren wir einen Zeitpunkt. Später kam sie noch einmal vorbei und brachte uns Schokolade – eine Art Bezahlung, damit wir bloß keinen anderen auf diesen Platz lassen. Und am folgenden Morgen standen sie pünktlich mit dem Auto dort um uns abzulösen. Wie gesagt – die 11b ist wirklich sehr beliebt, umso dankbarer waren wir zwei Tage/Nächte dort verbringen zu können.

Tag 11 / 01.10.22

Spitzkoppe – Etosha Village 420km

Es liegt wieder ein „Auto-Tag“ vor uns – wir sind Richtung Etosha  Nationalpark unterwegs.

Unterwegs fahren wir durch einige Städte, wo wir auch einkaufen und tanken. In dieser Gegend sieht man sehr wenig Hellhäutige und beim Einkaufen fühlen wir uns etwas unwohl. Man wird schon angestarrt und am Auto waren auch direkt einige Bettler. Heute ist der 1. Tag des Monats und die Einheimischen bekommen alle ihr Geld ausgezahlt, so dass vor allen Bankautomaten lange Menschenschlangen stehen. Auch die Geschäfte sind ziemlich voll, da die Menschen ja noch genug Geld zum Ausgeben haben. Die Bettler wissen es aber auch und wollen ihren Teil haben.

Die Straße bis zum Etosha ist geteert und wir kommen sehr gut voran. Immer wieder sehen wir einige Tiere und versuchen das ein oder andere Bild.

 

Im Etosha Village Camp werden wir mit nassen gekühlten Handtüchern fürs Gesicht und einem Getränk begrüßt. Wir entspannen uns kurz am Pool und fahren dann zu unserem Campingplatz.

Am Abend gehen wir zum Restaurant – wir haben uns das Abendbüffet reserviert.

Wir stürzen uns zuerst auf die frische Salate – die haben wir in den letzten Tagen vermisst. Alles schmeckt hervorragend und wir trauen uns an das Wildfleisch, das frisch für uns gegrillt wird. Impala, Elan und Wildbeest (Gnu)… erst probieren wir und dann googeln wir um herauszufinden, was uns denn so lecker schmeckt. Mir hat das Gnu am meisten gemundet, Niko fand Impala am besten.

Sehr satt und zufrieden gehen wir noch ein paar Schritte zum Camp und fallen – ach nee, klettern erschöpft ins Bett.

Tag 12 / 02.10.22

Etosha Park – Halali Camp 120km

Wir passieren das Lindequist Gate vom Etosha – es wird nur nach Waffen und Drohne gefragt und die Daten aufgenommen – und der Urlaub ändert sich schlagartig. Von Landschaft-Wander-Entdecken geht es in den Safari-Modus. Ab jetzt heißt es Augen auf und fasziniert dieser gigantischen Tierwelt zusehen, die man sonst nur aus dem Zoo kennt. Und gleich am ersten Tag haben wir Dinge erlebt, die einfach unglaublich und unfassbar, einfach atemberaubend sind.

Der Park ist 22.000 Quadratkilometer groß und damit der zweitgrößte Nationalpark Afrikas. Zum Schutz der Tiere wurde der Park eingezäunt, was daraus auf keinen Fall einen Zoo macht. Denn wir merken schnell – hier ist Wildnis. Fressen und gefressen werden. Aus dem Auto aussteigen ist hier verboten.

Nach nur einigen Minuten laufen uns mehrere Nashörner über den Weg.

Dann sehen wir ein Auto stehen – eine Hand zeigt in eine Richtung, und dann fährt das Auto weg. Wir schauen und suchen – und dann sehen wir sie: unsere erste Löwin. Sie ist recht weit weg, aber wir freuen uns trotzdem riesig.

An einem Wasserloch spielten grad Elefanten – ein ganz kleines Baby machte Faxen und rollte sich im Dreck. Die Großen haben sich geduscht und gegenseitig bespritzt. Die anderen Tiere standen in sicherer Entfernung und als die Elefanten weitergezogen sind, kamen sie näher zum Trinken.

 

 

Tag 13 / 03.10.22

Etosha

So ein Safaritag läuft immer recht ähnlich ab – bei so ziemlich allen Besuchern. Um 6 Uhr klingelt der Wecker und alle strömen zu den Waschhäusern, es ist allgemeines Aufstehen angesagt. Das liegt daran, dass um 6.30 Uhr die Sonne auf geht. Aber der Grund der frühen Aktivität liegt nicht an den doch sehr schönen Sonnenaufgängen, sondern an den Gate-Zeiten. Denn hier werden alle Nicht-Wildtiere (also wir) nachts eingesperrt und ab Sonnenaufgang dürfen alle wieder raus. Und da man am Morgen am besten wilde Tiere beobachtet kann, heißt es recht früh: Abfahrt.

Wir kochten uns immer noch einen Kaffee und machten belegte Brote, so dass wir am ersten Wasserloch in Ruhe frühstücken konnten.

Tag 14 / 04.10.22

Etosha

Unser dritter Tag ist einfach heftig. Schon beim ersten Wasserloch, an dem wir ganz alleine waren, kommt plötzlich eine Löwin, stillt ihren Durst und marschiert an unserem Auto vorbei. Beim Weiterfahren sehen wir noch eine Löwin, die sich so nah an unserem Auto niederlässt, dass ich sie hätte streicheln können. Ein Gänsehautmoment.

Auf dem weiteren Weg sehen wir schon von weitem eine Herde Elefanten auf die Straße zukommen. Wir bleiben stehen und warten – und dann kommen sie… und sie sind größer als sie vom Weiten aussahen. Riesig. Ungefähr 35 Elefanten passieren die Straße, direkt vor unserem Auto, und als einige direkt auf uns zukommen, müssen wir doch ein Stück rückwärtsfahren, um nicht überrannt zu werden. Unser Herz schlug Purzelbäume.

So ähnliche Erlebnisse begleiten den Tag. Mal kommen Elefanten auf uns zu, mal sehen wir bis zu 6 Löwen an einem Wasserloch. Immer wieder ruft einer von uns: Achtung, Zebrastreifen! Denn die Zebras lieben es über die Straße zu spazieren.

 

Tag 15 / 05.10.22

Etosha – Waterberg 270km

Sagte ich bereits, dass Namibia herrlich abwechslungsreiches Land ist? Nachdem wir die letzten Tage auf flachen, mit Bäumen und Sträuchen umgebenen und sehr schlechten Schotterstraßen unterwegs waren, kommen wir jetzt wieder in eine andere Gegend. Die Straße Richtung Süden ist durchgehend geteert. Die letzten 20km fahren wir aber durch roten Sand. Schon von weitem können wir den Tafelberg sehen. 50km lang und ca 200m hoch überragt er das Umland. Schroffe Felsen und wunderbare Farben erwarten uns.

Der Campingplatz ist großzügig und wunderschön. Wir machen eine kleine Wanderung und kühlen uns dann im Pool ab. Den Rest des Tages wird einfach entspannt.

Tag 16 / 06.10.22

Waterberg – Windhoek Game Camp 280km

Wir fahren heute besonders langsam. Vielleicht weil wir wissen, dass die Reise bald zu Ende ist? Wir schauen fasziniert aus dem Fenster, atmen die reine Luft ein und freuen uns über die Stille. Wir genießen. Wir staunen und können es kaum fassen, was wir in den letzten Tagen alles erlebt haben. Bald sind wir am Windhoek Game Camp angekommen – wir wählen eine Telefonnummer und die Besitzerin erklärt uns wo wir hin sollen und öffnet uns das Tor. Unser „Zelt“ ist direkt in der ersten Reihe und kaum sind wir ausgestiegen werden wir von einem lieben Hund begrüßt. Er folgt uns nun auf Schritt und Tritt, legt sich dann vor unserem Zelteingang hin und schaut dabei zu wie wir alle Koffer aus dem Auto tragen. Wir müssen alle Sachen sortieren und die Koffer neu packen.

Außer uns ist keiner in der Anlage zu sehen – nur eine Putzfrau versucht den Staub für einige Minuten von den Tischen zu wischen, bevor der Wind den Staub wieder gleichmäßig verteilt.

Der Pool sieht sehr einladend aus und wir genehmigen uns eine Abkühlung. Zu gern würden wir hier noch einige Tiere sehen, denn laut der Beschreibung laufen hier Giraffen, Oryxe, Wildschweine und andere Tiere herum. Wir gehen einfach drauf los und der Hund läuft um uns herum. In der Ferne können wir auch einige Tiere sehen, aber nicht so, dass wir wirklich nahe dran sind.

Nach einem leckeren Abendessen fallen wir in ein sehr gemütliches Bett und schlafen wunderbar.

Tag 17 / 07.10.22

Windhoek – Abflug

Wir sind tatsächlich die einzigen Gäste in diesem Camp und bekommen ein richtiges Frühstücksbuffet aufgetischt. Die Besitzerin brät für uns nach Wunsch Eier und Speck und dann kommen tatsächlich Giraffen zum Pool. Ganz nah stehen sie vor uns und wir freuen uns riesig mein Lieblingstier noch einmal zum Abschluss zu sehen.

 

Zu schnell geht die Zeit und wir haben heute noch einiges vor. Zuerst müssen wir zum Autovermieter und die Übergabe ist schnell gemacht. (Wir haben es sehr viel länger erwartet). Der Angestellte freut sich über die Tüte mit Nahrungsmittelresten und dann werden wir von einem Fahrer zum Flughafen gebracht. Pünktlich gehen unsere Flüge und wir sind dankbar und glücklich bald daheim zu sein.

 

Was können wir zusammenfassend sagen:

  • Ethiopian Airline hatte ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Service war gut, das Essen nicht.
  • NO-LIMIT-Autovermietung können wir nur bedingt empfehlen. Wir haben nicht das Auto bekommen, was wir gebucht haben. (gebucht: Automatik/Faltzelt/4-Sitze) – bekommen: Gangschaltung/Klappzelt/2Sitze) Für uns war es in Ordnung und wir würden im Nachhinein nur so ein Zelt empfehlen, denn wir haben andere gesehen, die sich sehr lange mit dem Auf- und Abbau bemüht haben; Aber die hintere Sitzbank hat uns schon sehr gefehlt, denn wir hatten wenig Platz um Sachen wie Kamera, Stativ etc. abzulegen. Bei der Buchung hatte uns der Preis überzeugt. Wir hatten mit kompletter Versicherung gebucht und mussten auch nichts nachzahlen. Die Kommunikation per WhatsApp lief sehr gut.
  • Alle Campsites hatten wir im Voraus gebucht und würden es auch so empfehlen.  Obwohl wir an vielen Orten gern länger geblieben wären, waren die einzelnen Routenabschnitte für uns sehr gut und passend.  Die Campsites fanden wir alle gut. Natürlich muss man sich darauf einlassen – es ist halt draußen und die Tiere lieben das Licht, aber es war sauber und – irgendwie romantisch schön. Die Campsites in den Nationalparks sind weniger schön, dafür aber doppelt so teuer. Spitzkoppe und Waterberg waren am schönsten.
  • Im Internet liest man viel darüber, dass Kartenzahlung nur selten möglich ist. Das können wir nicht bestätigen. Wir konnten fast alles mit der Debitkarte zahlen – manchmal muss man dafür auf einen Berg steigen, aber es funktioniert.
  • Wir haben meistens selber gekocht. Die Preise für die Lebensmittel sind eher hoch, das meiste ist teurer als in Deutschland (Ausnahme: Fleisch, Getränke). Die Preise in den Restaurants sind sehr unterschiedlich. An der Küste hatten wir eine Fischplatte für 12 €, die perfekt war, aber z.B. im Etosha Park haben wir für gegrilltes Hähnchenfilet mit Kartoffeln 25€bezahlt – und es war nicht so gut.
  • Auch wenn wir uns am Anfang etwas unwohl und ängstlich fühlten, hatten wir nie wirklich Angst. Na ja, vielleicht ein bisschen vor den Elefanten. Nach einigen Tagen konnten wir die Einheimischen gut einschätzen und haben ihre Hilfe in Anspruch genommen (gegen Kleingeld natürlich) und wir wurden grundsätzlich sehr freundlich behandelt.
  • Was für uns fantastisch war – aber mit Sicherheit nicht jedermanns Sache ist: Man ist viel allein zu zweit. Sehr wertvolle Zweisamkeit und dieses gemeinsame Entdecken, Staunen und auch Anbeten ist einfach herrlich. Natürlich kann man so eine Reise auch mit einer Gruppe machen – aber für uns war es zu zweit einfach perfekt.

 

  • Es gibt nur zwei Weisen die Welt zu betrachten: Entweder man glaubt, dass nichts auf der Welt ein Wunder sei, oder aber, dass es nichts als Wunder gibt. Albert Einstein

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