Finnland 2026

Kategorien Reisebericht, Reisen

Lappland – Winterzauber im hohen Norden

Lappland ist ein einzigartiges und aufregendes Urlaubsziel im nördlichsten Teil von Finnland, Norwegen, Schweden und Russland. Die Region ist bekannt für ihre atemberaubende Natur, malerische Dörfer und einzigartige Winteraktivitäten wie Hundeschlittenfahrten, Schneemobilfahren oder das Beobachten der magischen Nordlichter.

Obwohl wir eigentlich eher die Sommermenschen sind, wollten wir diesmal etwas Neues wagen und einen echten Winter erleben. Fünf Tage haben wir in finnisch Lappland verbracht – und waren von diesem Urlaubsziel restlos begeistert. In diesem Bericht erfährst du, welche Aktivitäten wir unternommen haben, wie wir uns vor der Kälte geschützt haben und wie wir durch das Land gereist sind.

Reisezeit: 25.01.2026 – 29.01.2026

Ein paar Infos zu Finnland

  • Auf einer Fläche von rund 340.000 Quadratkilometern leben etwa 5,5 Millionen Menschen.

  • Finnland wird oft als das „Land der 1000 Seen“ bezeichnet – tatsächlich gibt es jedoch über 180.000 Seen.

  • Rund 75 % der Landesfläche sind mit Wäldern bedeckt.

  • Finnland besitzt über 2,2 Millionen Saunen. Saunieren ist ein fester Bestandteil der finnischen Kultur.

  • Finnland wurde in den letzten fünf Jahren mehrfach zum glücklichsten Land der Welt gekürt.

Was braucht man für eine Reise nach Finnland?

Da Finnland – und somit auch finnisch Lappland – zur EU gehört, reicht ein deutscher Personalausweis für die unkomplizierte Einreise. Ein weiterer Vorteil: Dank EU-Datenroaming kannst du dein Handy ohne zusätzliche Kosten nutzen und brauchst keine extra SIM-Karte.

Unverzichtbar ist allerdings warme, qualitativ hochwertige Kleidung. Bewährt hat sich das Zwiebelprinzip. Ich trug unter anderem:

lange Merinounterwäsche, Funktionsshirt, Fleecejacke, gefütterte Leggings, Schneehose und einen langen, gut isolierten Wintermantel.

Dazu kamen warme Sportsocken, Stirnband und Mütze, Handschuhe und gute Schneeschuhe.
Sehr hilfreich sind auch Wärmepads, die man in Taschen, Handschuhe oder Schuhe legen kann. Ich hatte sie einmal in den Schuhen – und danach definitiv zu warme Füße 😄 (das hängt aber stark vom Schuhwerk ab), für die Hände fand ich sie super.

Unsere Anreise nach Rovaniemi

Mit Eurowings ging es von Düsseldorf (DUS) nach Rovaniemi. Der Flug dauerte knapp drei Stunden.

Nach der Ankunft holten wir unseren Mietwagen bei Green Motion ab. Die Übergabe verlief unkompliziert und schnell: kurze Erklärung, Unterschrift – Schlüssel in die Hand – und wir durften das Auto selbst auf dem Parkplatz suchen.

Dann kam der erste Schritt aus dem Flughafen:
Brrrrr – die Luft ist eisig, es schneit. Alles um uns herum ist weiß und unsere Freude riesig. Genau so hatten wir uns Lappland vorgestellt. Wir sind startklar.

Erster Stopp – Santa Village / Das Weihnachtsmanndorf

Im Santa Claus Village herrscht das ganze Jahr über Weihnachtsstimmung, und man kann dort sogar den Weihnachtsmann persönlich treffen. Das Dorf liegt direkt am Polarkreis im Norden Finnlands und bietet eine ganz besondere Atmosphäre mit vielen kleinen Attraktionen.

Wir haben den Weihnachtsmann nicht besucht – zum einen war uns die Wartezeit von rund zwei Stunden zu lang, zum anderen ist es einfach nicht ganz unser Ding

Im Dorf befindet sich außerdem das offizielle Hauptpostamt des Weihnachtsmannes. Hier kannst du Postkarten an deine Liebsten verschicken – natürlich mit dem berühmten Polarkreis-Sonderstempel.

Die Polarkreislinie verläuft direkt durch das Weihnachtsmanndorf.

Was ist eigentlich der Polarkreis?

Der Polarkreis ist ein Breitenkreis bei 66°33′45,9″ nördlicher Breite. Er markiert den südlichsten Punkt, an dem es im Winter zur Polarnacht und im Sommer zur Mitternachtssonne kommen kann.

Einige Bilder von dem Tag:

Am Abend war das Dorf wunderschön mit bunten Lichtern beleuchtet.

Bei etwa –14 Grad ließ sich die Kälte noch gut aushalten, während wir durch das Dorf schlenderten und die Schnee- und Lichterschau bestaunten. Eine Rentierschlittenfahrt wäre hier ebenfalls möglich gewesen – diese hatten wir jedoch für einen anderen Tag eingeplant.

Zum Abendessen kehrten wir im Restaurant Kotahovi ein, das uns mehrfach empfohlen wurde. Wir probierten Rentierfleisch und Lachs – beides schmeckte hervorragend.

Lappland Restaurant Kotahovi: Weihnachtsmanndorf Rovaniemi Polarkreis

Unsere Unterkunft: Villa Lumikko

Luxury Villa Lumikko | Borealis Point – Travelrovaniemi.com

Nach einem Großeinkauf bei Lidl kamen wir schließlich in unserer Unterkunft an. Diese können wir wirklich zu 100 % empfehlen: etwas außerhalb gelegen, dafür absolute Ruhe. Die Innenausstattung war top, Sauna und Whirlpool jederzeit nutzbar.

Der Vermieter meinte direkt:

„Aufgrund der Lage braucht ihr keine Touren buchen, um Polarlichter zu sehen – die gibt es hier inklusive.“

Und tatsächlich: Schon am ersten Abend konnten wir direkt am Haus Polarlichter beobachten.

Tag 2 – Snowmobil Tour mit Rentierschlittenfahrt

Wir verbrachten einen unvergesslichen Tag mit einer Schneemobil-Tour zu einer Rentierfarm. Dort trafen wir die Rentiere persönlich und genossen eine traditionelle Rentierschlittenfahrt.

Nach der Fahrt wärmten wir uns in einer gemütlichen Hütte bei Tee und Gebäck auf und hörten spannende Geschichten über die Rentiere und ihre Bedeutung für die Region. Anschließend ging es mit dem Schneemobil wieder zurück, inklusive Stopp in einem Restaurant mit köstlichem Mittagessen.

Die Tour haben wir über Rentier- und Husky-Farm Raitola | Schneemobilabenteuer gebucht.

Hier noch einige Bilder des Tages:

 

Danach machten wir noch einen Abstecher zur Arctic Circle Hiking Area und spazierten zu einer Aussichtsplattform. Die Wanderung dauerte bei uns etwa 2,5 Stunden, allerdings mit vielen Fotopausen.

Nächster Stopp: Arctic SnowHotel ❄️

Das Arctic SnowHotel wird jedes Jahr im Winter vollständig aus Schnee und Eis neu errichtet und schmilzt im Frühjahr wieder komplett. Jede Saison entsteht so ein neues, kunstvoll gestaltetes Bauwerk.

Die Wände, Betten-Elemente, Restaurant-Tische und sogar die Ice Bar bestehen aus gefrorenem Wasser – ein echtes Kunstwerk.

Zum Abschluss dieses Tages erlebten wir etwas überwältigendes: Polarlichter anderer Art – aber seht selbst.

Die Videos sind noch spektakulärer. Wir waren einfach überwältigt und unglaublich dankbar, das erleben zu dürfen. Ich hatte lange dafür gebetet, in diesem Urlaub einmal Polarlichter zu sehen – und dann war es plötzlich einfach da, mehr und größer als ich es mir hätte vorstellen können.

Tag 3 

Natürlich durfte auch das Experiment „heißes Wasser in die Luft werfen“ nicht fehlen – und ja, es funktioniert!

Wanderung zu den Korouoma Wasserfällen

Anschließend machten wir uns auf den Weg zur Wanderung zu den Korouoma-Wasserfällen. Obwohl die Strecke nur etwa 5 Kilometer lang ist, waren wir fast fünf Stunden unterwegs. Zu Beginn geht es recht steil hinab in die Schlucht.

Dazu kommen unzählige Fotostopps – die verschneiten Bäume und gefrorenen Wasserfälle sind einfach wunderschön. Zwischendurch gibt es Hütten mit Holz und Feuerstellen, an denen man sich bedienen darf.

Gestärkt mit Würstchen und Brot ging es weiter. Am Ende wartet ein kräftiger Aufstieg zurück nach oben. Wir hatten keine Spikes an den Stiefeln – es war teilweise schon sehr rutschig. Die Wanderung ist definitiv anstrengender als ein Spaziergang, aber absolut lohnenswert.

Tag 4

Wenn man schon in so einer Kulisse unterwegs ist, darf ein kleines Fotoshooting natürlich nicht fehlen – auch wenn –25 Grad dafür eigentlich nicht ideal sind.

Ganz spontan machten wir noch eine kleine Wanderung in der Nähe unserer Unterkunft. Die Wege waren eher einfach, die Aussicht dafür umso schöner.

 

 

Unsere letzte Aktivität stand noch aus:

eine Husky-Schlittenfahrt.


Gebucht haben wir diese bei Pinewoods Huskys– und können den Anbieter absolut empfehlen. Die Fahrt betrug etwa 10 Kilometer, wir wurden vorher sehr gut eingewiesen und erfuhren im Anschluss noch viel über die Tiere und das Leben mit Huskys.

Fazit – Lappland hat unser Herz erobert ❄️✨

Unsere Reise nach Lappland war für uns etwas ganz Besonderes. Obwohl wir eigentlich eher die Sommermenschen sind, hat uns dieser Winterurlaub vollkommen überrascht – und begeistert. Die atemberaubender Natur – diese schneebedeckten sich bis zum Boden biegende Äste, die spannenden Aktivitäten und die Menschen, die uns begleitet haben, all das hat diese fünf Tage unvergesslich gemacht.

Ob Schneemobilfahren, Rentier- und Huskyschlittenfahrten, Wanderungen durch verschneite Landschaften oder einfach das Staunen über die magischen Polarlichter – jeder Tag war ein Highlight.

Ja, die Kälte ist intensiv – aber mit der richtigen Kleidung absolut machbar. Und ehrlich gesagt: Sie gehört einfach dazu und macht das Erlebnis erst komplett.

Wir sind sehr dankbar für die Möglichkeit und das Privileg solche Reisen machen zu können.

„Die schönsten Orte sind die, an denen die Natur lauter spricht als alles andere.“

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